Folgen der mütterlichen perioperativen Antibiotikaprophylaxe bei Kaiserschnittentbindung für das Kind

In Deutschland werden ca. 30% aller Kinder per Kaiserschnitt entbunden. Der Kaiserschnitt zählt damit zu den häufigsten operativen Prozeduren in Deutschland und weltweit mit einem hohen Risiko für postpartale infektiöse Komplikationen. Deshalb ist unumstritten eine perioperative Antibiotikaprophylaxe indiziert, die nach Abklemmen der Nabelschnur oder 30 Minuten vor Hautschnitt gegeben werden kann. Letzteres wird in den aktuellen Leitlinien empfohlen, kann aber zur Folge haben, dass jährlich über 200.000 Kinder schon bei Entbindung mit Antibiotika exponiert werden. Diese Stellungnahme befasst sich mit der Frage, ob die aktuelle Datenlage ausreicht, um diese Empfehlung aufrecht zu erhalten.

Stellungnahme der Kommission für Infektionskrankheiten und Impffragen

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