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Analyse und Zukunftsszenario der medizinischen Versorgung der Kinder und Jugendlichen in Deutschland

Bis zum Jahr 2020 wird zwar der Anteil der 0-17-Jährigen in Deutschland von derzeit 13,5 Millionen um rund 8% sinken. Dennoch wird der Betreuungsaufwand für diese Altersgruppe weiter ansteigen. Ursache dafür ...

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Helmut-Stickl-Preis 2012

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"Kita Gesundheit" ist online

Kita-MitarbeiterInnen, Eltern und Tageseltern werden täglich mit vielen Fragen zur Gesundheit ihrer Schützlinge konfrontiert. Für die schnelle Beantwortung hat die DAKJ eine Website mit vielen Themen rund um die körperliche und seelische Gesundheit von Kindern erstellt...

Zur Person Helmut Stickls

Helmut Anton Stickl, geboren am 8. Mai 1926 in Heidelberg, war ein überragender Vertreter der deutschen Kinderheilkunde auf dem Gebiet der Infektionsbekämpfung durch Impfungen. Über Jahrzehnte hat er die Leitlinien für Kinderimpfungen in den deutschsprachigen Ländern geprägt.

Helmut Stickl (1926 - 1991)
Helmut Stickl (1926 - 1991)

Nach abgeschlossener medizinischer Ausbildung und vierjähriger wissenschaftlicher Tätigkeit in der Medizinischen Klinik der Universität Tübingen ging Helmut Stickl nach Köln, wo er am Wiederaufbau der durch den Krieg zerstörten Universitäts-Kinderklinik mitwirkte. 1959 habilitierte er sich in Köln für das Fach Kinderheilkunde. Seit 1964 war er an der Bayerischen Landesimpfanstalt in München tätig. Hier wurde er 1966 zum außerplanmäßigen Professor für Kinderheilkunde und 1967 zum Direktor der Landesimpfanstalt ernannt, die sich unter seiner Leitung zu einer weithin bekannten Beratungsstelle für das gesamte Impfwesen entwickelte. Nach deren Aufhebung war Professor Stickl Leiter der Abteilung für Umwelthygiene und Impfwesen an der Technischen Universität München. Er blieb weiterhin in seiner klinischen Sprechstunde erreichbar und war bekannt für seinen unermüdlichen Einsatz in der Infektionsbekämpfung durch Impfprophylaxe.

In den sechziger Jahren entwickelte Professor Stickl eine neue Methode zur Herstellung des Pockenimpfstoffes mit Hilfe von Zellkulturen – wie er selbst betonte, auch aus Gründen des Tierschutzes, da der Impfstoff bis dahin nur von lebenden Kälbern gewonnen wurde. Anfang der siebziger Jahre führte er eine neue Vakzine ein, mit der gefahrlos auch Risikopatienten gegen Pocken geimpft werden konnten. In der darauffolgenden Zeit bis zur Aufhebung der Pockenimpfung konnten so Hunderten von Problempatienten schwerwiegende Komplikationen erspart werden.

Das vielfältige wissenschaftliche Wirken von Professor Stickl fand seinen Niederschlag in einigen hundert Publikationen, in Fachzeitschriften sowie in mehreren Monographien, Handbuchkapiteln und Büchern. Er war vertreten in der Schriftleitung bzw. im wissenschaftlichen Beirat mehrerer wissenschaftlicher Zeitschriften.

Professor Stickl war Mitbegründer oder Mitglied verschiedener medizinischwissenschaftlicher Gesellschaften und Verbände. Durch seinen Einsatz in der Fortbildung der Kinderärzte vor allem in Brixen hat er seine wissenschaftlichen Erfahrungen direkt in die Praxis weitergeleitet. Professor Stickl wurde für seine engagierte Arbeit mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. So erhielt er zum Beispiel 1977 die Meinrad-von-Pfaundler-Medaille, eine Auszeichnung des Berufsverbandes der Ärzte für Kinderheilkunde und Jugendmedizin Deutschlands. Außerdem war er Ehrenmitglied im Berufsverband der Ärzte für Kinderheilkunde und Jugendmedizin Deutschlands. 1991 wurde Professor Stickl posthum die Ernst-von-Bergmann-Plakette für seine herausragenden Verdienste um die ärztliche Fortbildung verliehen. Für sein Engagement zur Förderung der Schutzimpfungen wurde er 1992 posthum mit der Albert-Sabin-Medaille ausgezeichnet.

Professor Stickl verstarb am 1. Juni 1991.