Aktuelles

Analyse und Zukunftsszenario der medizinischen Versorgung der Kinder und Jugendlichen in Deutschland

Bis zum Jahr 2020 wird zwar der Anteil der 0-17-Jährigen in Deutschland von derzeit 13,5 Millionen um rund 8% sinken. Dennoch wird der Betreuungsaufwand für diese Altersgruppe weiter ansteigen. Ursache dafür ...

weiter lesen

Helmut-Stickl-Preis 2012

Im Jahr 2012 wird der Helmut-Stickl-Preis zur Förderung des Impfgedankens zum 20. Mal ausgeschrieben. Der mit 5.000 € dotierte Preis wird von der DAKJ vergeben und gestiftet...

weiter lesen

"Kita Gesundheit" ist online

Kita-MitarbeiterInnen, Eltern und Tageseltern werden täglich mit vielen Fragen zur Gesundheit ihrer Schützlinge konfrontiert. Für die schnelle Beantwortung hat die DAKJ eine Website mit vielen Themen rund um die körperliche und seelische Gesundheit von Kindern erstellt...

Über den Helmut-Stickl-Preis

Auszeichnung für hervorragende Leistungen bei der Förderung des Impfgedankens

Bewerbungsformular

Hier können Sie das Bewerbungsformular für den Helmut-Stickl-Preis 2012 downloaden.

Formular (PDF, 51 KB)

 

Vor 150 Jahren starb jedes zweite Kind an einer Infektionskrankheit, noch bevor es seinen zehnten Geburtstag erreichte - für Eltern heute unvorstellbar. Dank der segensreichen Entwicklung und Anwendung von Schutzimpfungen haben die meisten sogenannten Kinderkrankheiten inzwischen ihre Schrecken verloren.

Eine Folge dieses Erfolges ist aber auch die häufiger werdende Meinung von Eltern, ihr Kind sei nicht mehr gefährdet und brauche daher keine Impfung. Die daraus resultierende Impfmüdigkeit in Deutschland ist für die Impfexperten Anlass zur Sorge: So berichten Ärzte in den letzten Jahren wieder über Todesfälle durch Masern und in Herzzentren werden Kinder eingeliefert, die - durch eine Erkrankung der Mutter während der Schwangerschaft - von einer Röteln-Embryopathie geschädigt sind.


Sorglosigkeit mancher Eltern und mangelnde Akzeptanz von Schutzimpfungen nach wie vor problematisch

Neben der Sorglosigkeit mancher Eltern gibt es auch andere Ursachen für die mangelnde Akzeptanz der Schutzimpfungen. Oft fehlt es an objektiver Information, die es den Betroffenen ermöglicht, das Nutzen-/Risiko-Verhältnis einer Impfung richtig einzuschätzen. Verzerrte Berichte über Impfschäden und Nebenwirkungen tragen zur Verunsicherung bei und lassen Ängste aufkommen. Nicht zuletzt ist an den sinkenden Impfraten auch die mancherorts populäre Vorstellung schuld, für die gesunde psychische und physische Entwicklung des Kindes sei es wichtig, dass es eine ernsthafte Erkrankung durchstehe.

Nur wenn es gelingt, diesen Trend zu stoppen oder ihn sogar umzukehren, ist es möglich, das Vorkommen von Infektionskrankheiten weiterhin auf einem niedrigen Niveau zu halten und die Gesellschaft vor Epidemien zu schützen.

Um einen Impuls für eine Verbesserung des Impfgedankens beim Arzt und in der Bevölkerung zu schaffen, wurde der Helmut-Stickl-Preis ins Leben gerufen.

Mit diesem Preis sollen Personen ausgezeichnet werden, die hervorragende Leistungen im Impfwesen erbracht und sich um die Steigerung der Impfbereitschaft in der Bevölkerung besonders verdient gemacht haben. Ausgeschrieben und verliehen wird der Preis von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V., Berlin.


Dotierung

Der Helmut-Stickl-Preis ist mit EUR 5.000,- dotiert. Die Aufteilung des Preises ist nicht möglich. Kandidaten, die in einem Jahr nominiert, aber nicht ausgezeichnet wurden, können erneut vorgeschlagen werden. Die Leistung, die prämiert wird, darf nicht länger als fünf Jahre zurückliegen.


Kriterien

Der Helmut-Stickl-Preis wird vorzugsweise an im niedergelassenen Bereich tätige Ärzte (Kinderärzte, Internisten, Allgemeinmediziner und Praktische Ärzte), Medizinjournalisten und andere engagierte Personen verliehen, die sich im Bereich des Impfwesens besondere Verdienste erworben und den Impfgedanken gefördert haben.

Ausgezeichnet werden sollen in erster Linie:

  • Erfolgreiche Initiativen oder Maßnahmen, durch die das Wissen über Impfstoffe und ihre Akzeptanz bei der Bevölkerung und der Ärzteschaft verbessert wird.
  • Die erfolgreiche Umsetzung von Impfprogrammen, besonders dann, wenn sie als Muster für eine generelle Steigerung der Impfbeteiligung dienen können.
  • Erfolgreiche publizistische Aktivitäten zur Förderung des Impfgedankens.

Wissenschaftliche Arbeiten, zum Beispiel in der Impfstoff-Forschung, werden nicht prämiert.

Die Beurteilung der Bewerber erfolgt durch eine unabhängige Jury.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Vorschlagsrecht

Alle Organisationen, Berufsverbände und andere Gruppen, die sich mit dem Thema Schutzimpfungen befassen, haben ein Vorschlagsrecht für den oder die Preisträger. Auch Eigenbewerbungen sind möglich.

Zu den Organisationen mit Vorschlagsrecht gehören:

  • Arbeitskreis Medizinpublizisten, Klub der Wissenschaftsjournalisten e.V.
  • Berufsverband Deutscher Internisten e.V.
  • Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
  • Berufsverband der Allgemeinärzte Deutschlands – Hausärzteverband e.V. (BDA)
  • Berufsverband der Frauenärzte e.V.
  • Bundesärztekammer
  • Bundesministerium für Gesundheit
  • Bundesverband der Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V.
  • Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V.
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
  • Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin
  • Deutsche Gesellschaft für Chirurgie
  • Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin e.V.
  • Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V.
  • Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.
  • Deutsche Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e.V.
  • Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V.
  • Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie e.V.
  • Deutsches Grünes Kreuz e.V.
  • Fachverband Deutscher Allgemeinärzte e.V.
  • Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschlands e.V.
  • Kommission für Infektionskrankheiten und Impffragen der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V.
  • Kassenärztliche Bundesvereinigung
  • Marburger Bund – Verband der angestellten und beamteten Ärzte Deutschlands e.V.
  • NAV-Virchow-Bund – Verband niedergelassener Ärzte Deutschlands e.V.
  • Paul-Ehrlich-Institut – Bundesamt für Sera und Impfstoffe
  • Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO)

(Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit)


Bewerbungsunterlagen

Berücksichtigt werden können nur vollständige Bewerbungen, die mit dem folgenden Formular eingereicht werden und spätestens am Tag des Einsendeschlusses (wird jährlich neu festgelegt und mit der Ausschreibung publiziert) eingehen:

  • Genaue Beschreibung der auszuzeichnenden Leistung (z.B. detaillierte Aktionsbeschreibung bei Impfkampagnen, representative Zusammenstellung von Pressebeiträgen etc.)
  • Begründung des Vorschlages (max. zwei DIN-A4-Seiten)
  • Lebenslauf der Kandidatin / des Kandidaten in Stichworten

Wichtig ist, dass mit den Bewerbungsunterlagen eine Kontinuität in der Impfaufklärung dokumentiert wird.

Die Unterlagen werden nicht zurück gesandt.